Samstag, 24. April 2010

Bilder

Nachdem wir gestern aus Peking und Xi'An zurückgekommen sind und es gleich weiter geht nach Hongkong und Macau hier schnell die versprochenen Bilder. Ein Bericht über Peking und Xi'An folgt dann später.

Hier die Formel 1








Der Löwen Garten in Suzhou




Der Blick von der Pagode über Suzhou



Die Pagode




Der Westsee in Hangzhou





Ebenfalls in Hangzhou




Der Yu Garden in SHanghai






Der Stadtgotttempel



Die Altstadt in Shanghai




Qibao






Eine der überfüllten Metros




Campen im botanischen Garten...

Montag, 19. April 2010

14 Tage viel unterwegs gewesen

Anhand der Tatsache, dass wir nun etwa zwei Wochen keinen Blogeintrag geschrieben haben, könnt ihr erkennen, dass wir viel unterwegs waren und entsprechend wenig Zeit hatten. Da es auch die nächsten zwei Wochen Schlag auf Schlag so weiter gehen wird hier nur ein kurzer Abriss der letzten 14 Tage.
Anfang des Monats waren wir einen Tag in "Qibao" - so wollte zumindest unser Reiseführer uns das verkaufen. Qibao ist eine auf Alt gemacht Stadt 20km von Zentrum Shanghais entfernt, mit kleinen Kanälen und vielen Souvenierständen. Nur hat der Reiseführer und leider mit der falschen U-Bahn zur falschen Haltestelle geschickt, sodass wir ca. 3km entfernt angekommen sind und nichts dergleichen gesehen haben. Gesehen haben wir nur Expomaskottchen mit den Expowahrzeichen der bekannten Städte Europas: der Pariser Eiffelturm, das Atomium, etc. Die Maskottchen sollten wohl landestypisch sein: der Engländer war jedoch eindeutig ein Schotte, das französische Maskottchen sah doch recht Englisch aus und der Belgier war nicht identifizierbar. Entsprechend amüsiert aber frustriert sind wir abgereist und in der Stadt in den Botanischen Garten. Auch der war dann ein Reinfall. Es war zum einen total überlaufen, zum anderen war der Garten bei weitem nicht so schön wie einige Parks, für die man keinen Eintritt zahlen muss. Die Krönung sind die Chinesen an sich gewesen, die munter durch die Blumenbeeten spazieren, um Bilder zu machen, auf den Wiesen campen, etc. In europäsischen botanischen Gärten undenkbar.
Dank schlechtem Wetter waren wir an einem der nächsten Tage auf dem Stoffmarkt, wo man sich für ca. 50€ einen Anzug maßschneidern lassen kann und haben hier erste Bestellungen getätigt.
Einige Tage später haben wir uns dann - nach Internetrecherche und mit korrekter Anreisebeschreibung - erneut auf den Weg nach Qibao gemacht. Und dann auch die versprochene Altstadt mit Kanälen gefunden. Diese ist wirklich nett, nicht so überlaufen wie die Altstadt Shanghais, und durch die Kanäle mit sehr schöner Atmosphäre.
In der gleichen Woche haben wir uns dann auch noch in die Alstadt Shanghais begeben, dort den Stadtgotttempel besichtigt, einen der bekannteren und zugegebenermaßen sehr schönen Tempel Shanghais, und haben anschließend den Yu Garden besichtigt. Dies ist wohl der bekannteste und auch einer der schönsten Gärten der Stadt. Er ist wunderschön angelegt mit verschiedenen Häusern, Wasserläufen, Felsabschnitten und Pflanzen. Zwar ist er nicht übermäßig groß aber durch die vielen verschlungenen Wege kann man immer wieder Neues entdecken.
Den Folgetag war das Wetter schlecht, so waren wir Einkaufen auf dem Fake Market und haben unsere Bestellungen auf dem Stoffmarkt anprobiert. Holgers Anzug ist sehr schön geworden und passt sehr gut, bei mir haben sie sich leider etwas vermessen, sodass noch einige Änderungen gemacht werden müssen.

Letzten Donnerstag haben wir uns dann bei grauem Wetter und unangenehmen 5-6 Grad nach Hangzhou begeben, einer recht schönen Stadt etwa 1,5 Zugstunden von Shanghai entfernt. Obwohl der Schalterangestellte kein Englisch gesprochen hat, haben wir dennoch die Tickets buchen können und saßen in einem sehr bequemen und schnellen Zug. In Hangzhou angekommen sah es auf unserer Karte so aus, als ob man vom Bahnhof in gerade 10 Minuten zu der großen Attraktion, dem Westsee, laufen könnte. Da wir aber keine Orientierung hatten, haben wir Polizisten (die natürlich auch kein Englisch gesprochen haben) die Karte gezeigt und auf den See getippt. Die haben uns dann zu den Bussen geführt und auf eine Busnummer gezeigt, in die wir dann eingestiegen sind. Nach ca. 1h (!) Fahrt hat der Busfahrer uns signalisiert auszusteigen und uns eine andere Busnummer genannt, in die wir umsteigen mussten... Nach drei weiteren Stationen mit diesem Bus waren wir dann endlich am See... Wo lag der Fehler: Hangzhou hat zwei Bahnhöfe, einer ist tatsächlich direkt im Stadtzentrum, nur wir haben den anderen erwischt, der JWD lag. Da auch unser Rückzug von jenem Bahnhof ausging und wir 1,5h für die Fahrt zum Bahnhof rechnen mussten, blieben uns noch ca. 2 Stunden für die Stadt, die neben dem See eigentlich noch diverse Tempel und Pagoden zu bieten hat. Aufgrund des Zeitmangels mussten wir uns dann aber mit dem See begnügen, bevor wir uns umständlich den Weg zurück gesucht haben (da natürlich keiner Englisch sprach war es gar nicht leicht, herauszufinden, welchen Bus man denn nun benötigt). Wir waren abends dann einfach nur froh, wieder in Shanghai angekommen zu sein und uns in der warmen Wohnung aufwärmen zu können.
Bei leicht besserem Wetter haben wir uns dann am nächsten Tag auf nach Suzhou gemacht, dem "Venedig Chinas", das etwa 35-60 Minuten, je nach Zug, von Shanghai weg liegt. Diesmal haben wir zum Ticketkauf einen "English speaking counter" gefunden. Im Endeffekt hätten wir aber genauso gut an jeden anderen Schalter gehen können, da die Dame noch nicht mal die Wörter "arrival" und "departure" verstanden hat, als wir danach gefragt haben, ob der Zug um die genannte Zeit fährt oder ankommt... Ganz abgesehen davon hat es uns 45 Minuten gekostet, um auch nur die Tickets zu kaufen, da die Schlange ewig war und unverschämte Chinesen sich ständig vorgedrängelt haben (ich frage mich immer noch, was die an einem English speaking counter zu suchen haben...). Schlussendlich saßen wir dann im Zug und nachdem dieser auch mit halbstündiger Verspätung abgefahren ist kamen wir gegen Mittag in Suzhou an. Die Stadt ist wirklich schön. Zuerst waren wir in einer großen Tempelanlage deren Hauptattraktion eine über 70 Meter hohe Pagode ist. Von dort oben hat man einen schönen Blick über die Stadt und auch der Rest der Tempelanlage ist sehr sehenswert. Im Anschluss sind wir in die Innnenstadt und haben uns einen der vielen Gärten angeschaut, den Löwengarten. Dieser war zwar klein aber mit vielen Felsformationen und verschlungenen Wegen sehr sehenswert. Andere Gärten konnten wir leider nicht mehr besichtigen, da die dann schon geschlossen hatten. So sind wir über die Fußgängerzone zurück zum Zug gelaufen und kamen spät abends (denn der Zug hatte natürlich wieder Verspätung) in Shanghai an.

Samstags habe ich mich dann wieder zum Bahnhof begeben - diesmal um Tickets für den Ausflug nach Peking und Xi'an und den nach Hongkong / Macau zu buchen. Ich begebe mich also wieder zum English-speaking counter. Dieser nette Mann hat dann auch nur mit Müh und Not ein "no English" zu Stande gebracht und ist in die Mittagspause (um 10:50 Uhr....) gegangen. So habe ich mich dann am Nachbarschalter angestellt und mit Hilfe eines Polizisten, der etwas Englisch konnte und gedolmetscht hat, tatsächlich auch die Tickets für Peking und Xi'An gekauft. Als ich dann nach den Tickets für Hongkong gefragt habe ist auch dieser Mitarbeiter in die Mittagspause gegangen (11:20 Uhr) und hat mich in das Erdgeschoss verwiesen. Hier konnte die Dame am Englisch Speaking Counter dann auch tatsächlich Englisch. Leider war die Rückfahrt von Hongkong nach Shanghai schon ausgebucht (zwei Wochen im Voraus!), sodass ich jetzt für den Rückweg einen Flug buchen musste.
Im Anschluss waren wir dann beim Qualifying der Formel 1 und es war wirklich ein Erlebnis. Wir hatten zwar "nur" Rasenplätze, haben jedoch welche mit sehr guter Sicht gefunden - direkt an der Spitzkehre. Leider bekommt man von den Zwischenständen nicht viel mit, aber die Atmosphäre war ein Erlebnis. Gleiches gilt für das Rennen, auf dem wir gestern waren. Dadurch, dass es leicht geregnet hat, war das Rennen sehr turbolent und wir konnten hautnah einige Überholmanöver beobachten, diverse Ausrutscher ins Gras und sonst einfach das richtige Rennfeeling. Nach dem Rennen mussten wir uns aber daheim im Internet das Ergebnis noch mal im Detail anschauen, da es leider keine Durchsagen gab und die Leinwand zu klein /weit weg war, um auch nur irgendwas lesen zu können.

Auf Bilder müsst ihr leider noch ein bisschen warten, den so langsam wird es Zeit, den Rucksack zu schnappen und zum Zug zu gehen, denn gleich geht es los nach Peking. Ich bin schon gespannt auf die Stadt und wir werden euch im nächsten Eintrag von ihr berichten.

Sonntag, 4. April 2010

Wochenende im Norden Shanghais

Gestern und Vorgestern haben wir uns den Norden Shanghais angeschaut.

Freitag waren wir im Lu Xun Park, benannt nach einem der bekanntesten Schriftsteller Chinas. Im Park hat man deutlich gemerkt, dass es nun endlich Frühling wird: es blüht in allen Farben und wird auch endlich wärmer. So sind wir eine Weile im Park herumspaziert und haben uns das Lu Xun Museum angeschaut, welches allerdings mäßig spannend war.
Im Anschluß daran sind wir ein wenig durch das Hongkou-Viertel gegangen. Besonders interessant ist hier die Duolon Lu, eine Straße, in der es allerlei Stände gibt, die Jade, Perlen und ähnliches Verkaufen. Außerdem gibt es einige Gallerien, die zum Teil wirkliche Schätze bergen. Außerdem findet man eine christliche Kirche gebaut im chinesischen Pagoden-Stil (Bild siehe unten).

Gestern haben wir uns dann das jüdische Ghetto angeschaut. Zwischen 1933-45 sind einige Juden aus Deutschland nach Shanghai emmigriert. Diese wurden - nachdem die Japaner in den Krieg eingetreten sind - in diesem Viertel im Norden Shanghais angesiedelt.
Die Architektur in diesem Viertel unterscheidet sich zwar sichtbar vom Rest Shanghais, das ist jedoch fast das Einzige, was noch an die jüdische Vergangenheit erinnert. Da während Maos Herrschaft das Leben für die Juden ungemütlicher wurde, sind viele wieder emmigriert - heute leben nur noch ca. 800 Juden in Shanghai. So leben heute in dem Viertel "normale" Chinesen wie auch sonst überall und wäre nicht das Muesum der jüdischen Vertriebenen, würde man nicht merken, dass man im jüdischen Gettho ist.
Interessant fanden wir dann auch vorwiegend das bunte Treiben der Chinesen. Auf der Straße und im Park wird Karten gespielt und sogar so etwas wie Tisch-Stockschießen: auf einer Art eckigem Stehtisch liegen runde Taler (etwa wie aus Dame oder Mühle) und diese werden mit Mini-Billard-Queues in Taschen geschossen.
Verlässt man die Hauptstraße des jüdischen Ghettos kommt man auf einen großen Markt. Hier wird einfach alles verkauft: Gemüse, Fleisch, Fisch (mehr oder weniger lebend...), Süßwaren, DVDs, Blumen, Socken, undundund. Hier haben wir uns eine ganze Weile treiben lassen und gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht. So waren wir dann auch erst um 16:05 an dem Tempel, den wir uns eigentlich noch anschauen wollte und dieser hatte schon zu. So haben wir also noch einen Grund, noch mal in den Norden zu fahren.

Nun aber die Bilder der letzten beiden Tage:

Ein Friseur mitten auf der Straße - ob ich dem meine Haare anvertrauen würde...?

Markt





Besagtes "Tisch-Stockschießen"



Häuser des jüdischen Ghettos:



So wird in Shanghai Wäsche getrocknet



Das Expo-Makottchen (die kleinen blauen Männchen auf dem Schiff) ist allgegenwärtig - am 01.05. startet die Expo und man kann ihr schon jetzt nicht entgehen.



Auch das Arbeiten am Straßenrand sieht man hier an fast jeder Ecke.



Kirche im Pagodenstil



Frühling :-)

Samstag, 3. April 2010

Bilder


Nach dem es eine Weile gedauer hat, bis wir die Bilder der letzten zwei Wochen sortiert haben, sind sie nun bereit zum Upload:

Hier ein paar Bilder der klassischen Altstadt. Wir waren an einem herrlichen Wochenendtag dort und das Gedränge war enorm!







Hier die Uferpromenade, ebenfalls enorm überlaufen:

Der Blick auf Pudong, das Hochhausviertel:


Hier das bunte Treiben im Fuxing-Park. Das Leben findet insgesamt viel öffentlicher statt als in Deutschland, so wird im Park getanzt, chinesisch Schach oder Karten gespielt, Sport gemacht, undundund






Und hier in einem Haus in der französischen Konzession, dass im Stil um 1900 restauriert wurde:





Der Blick aus dem People's Park:



Und hier der chinesische "Heiratsmarkt": Eltern hängen Steckbriefe ihrer Kinder auf mit dem Ziel, diese "unter die Haube" zu bringen.





Das Shanghai World Financial Centre, das höchste Gebäude der Stadt und 3.höchste der Welt:



Der Blick vom Jin Mao Tower und der Bar Cloud No. 9



So sieht der Oriental Pearl Tower bei klarer Sicht aus.


Der Jin Mao Tower und das Shanghai World Financial Centre.



Der Jade Buddha Tempel, einer der berühmtesten Tempel Shanghais.








Ein nicht untypischer Anblick auf den Straßen Shanghais...



Essen....



Und so sieht der Oriental Pearl Tower aus, wenn man keine klare Sicht hat...


So, das sollten erst mal genug Bilder für heute sein. In den nächsten Tage werden wir dann von unserem Wochenende berichten!