Um es vorweg zunehmen, dieser Eintrag wird sich wahrscheinlich wie ein unstrukturiertes, buntes Pottporie lesen, was in etwa die Erlebnisse unserer erten beiden Tage in China nachzeichnet.
Nach einer Zwischenübernachtung in Sydney ging es nach dem wunderschönen Südseeurlaub weiter nach Shanghai. Die Anreise war absolut problemlos, obwohl eine Verständigung mit den Chinesen praktisch nicht möglich ist. Selbst die Zollbeamten am flughafen sprechen kaum ein Wort Englisch. Immerhin gibt es an den Verkehrsknotenpunkten Hinweisschilder auf Englisch. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt haben wir den Transrapid getestet, der sich so ähnlich fährt wie eine normale Bahn, aber ein bisschen wackliger als ICE. Das Komfortminus wird aber durch den schnellen Transfer in die Stadt wieder aufgewogen.Auch Metro und Taxi waren in Ordnung und recht günstig. Die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel in Deutschland könnten sich ruhig ein Beispiel an der Preisgestaltung und Taktung.
Am späten Abend in der Wohnung angekommen, mussten wir feststellen, dass chinesischer Wohnraum (leider) keinesfalls deutschem Standard entspricht. So sind z.B. Wasserrohre auf der Wand quer durch die gesamte Wohnung verlegt, chinesische Wasserhähne scheinen sich recht schnell abzugreifen und werden nicht unbedingt aus rostfreien Materialien hergestelt usw. Trotzdem lässt es sich hier ganz gut aushalten, alles erfüllt seinen Zweick und es ist soweit sauber. Das Zimmer ist zweckmäßig eingerichtet und glücklicherweise sehr ruhig gelegen. Obwohl die Stadtluft ganz sicher nicht die beste ist, sind bei Sonnenaufgang zwitschernde Vögel zu hören. Auf den Straßen und Wegen sieht man übrigens weniger Dreck als in Deutschland.
Wir wohnen mitten in der Stadt, sehr nahe am Zentrum. Überall gibt es kleine Läden, von Garküchen über Restaurants, kleine Klamotten- und Tante Emma Läden bis hin zu großen Supermärkten ist alles zu Fuß erreichbar. Trotzdem waren wir die ersten beiden Tage fast komplett damit beschäftigt, uns die benötigten Haushaltsutensielien zu kaufen. Es ist nicht immer ganz einfach, sich in der Flut von Läden ohne jegliche Chinesischkenntnisse zurecht zu finden. Auch die Preise unterscheiden sich von Geschäft zu Geschäft sehr stark. Einheimische Lebensmittel sind äußerst günstig. Produkte, die eher dem europäischen Standard entsprechen sind teilweise teurer als in Deutschland. Gleiches gilt für Restaurants.
Shanghai ist eine bunte Stadt, so wie man sich das in Asien eben vorstellt. Und die Wolkenkratzer im Stadtzentrum sind schlicht überwältigend. Es wird also eine abwechslungsreiche und interessante Zeit werden.
Mittlerweile haben wir uns bzw. unseren Wohnsitz auch schon bei der Polizei registriert, was eine recht unterhaltsame Angelegenheit war, da es natürlich auch dort an Englischkenntnissen gemangelt hat. Gleiches gilt für die Uni Bediensteten, bei denen ich zum Einschreiben war. Die Mitarbeiter des CDHK sprechen jedoch alle fließend Deutsch oder Englisch, so dass es an der Uni alles in allem keine größeren sprachlichen Probleme geben sollte. Der Campus ist übrigens riesig.
Nachdem nun die wichtigsten Besorgungen erledigt sind, können wir die nächsten Tage vor dem Semesterbeginn verstärkt darauf verwenden, die Stadt ein wenig kennen zu lernen. Wobei sich das sicher nicht in ein paar Tagen bewerkstelligen lässt, wie es in Sydney der Fall war. Und Sydney ist mit über vier Millionen Einwohnern sicherlich auch nicht ganz klein. Das Abenteuer kann also Beginnen.
Mittwoch, 24. Februar 2010
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