Samstag, 13. März 2010

"Echtes" Shanghai

Gestern haben wir uns zum ersten mal in die Altstadt Shanghais begeben. Hier sieht man - wenn man in die kleineren Gassen geht - etwas vom "richtigen" Shanghai, von dem, wie wohl noch immer die meisten Chinesen leben. Und man ist doch erstaunt, wie sich das vom westlichen Lebensstandard unterscheidet. Hier findet der Großteil des Lebens auf der Straße statt: es wird gewaschen, Handwerker arbeiten auf der Straße und es gibt unzählige Garküchen. Auch der chinesische Markt, den wir besucht haben, und auf dem Tiere (lebend: Vögel, Katzen, Schildkröten, Baby-Hasen,...), und Blumen angeboten wurden, war sehr interessant und ganz anders als die touristischen Märkte. Damit ihr einen richtigen Eindruck bekommt, stelle ich an das Ende des Blogs ein paar Bilder.
Neben dem echten Shanghai haben wir uns auch eine Art Gedenkstätte/Tempel angeschaut an dem Ort, wo das letzte verbliebene Stück alte Stadtmauer noch steht (die Chinesen haben ja ein Faible dafür, alles historische abzureißen). Direkt daneben steht ein klassischer Tempel, der uns auch sehr gut gefallen hat. Gar nicht zu vergleichen mit christlichen Kirchen. Aber ich glaube auch hier vermitteln die Bilder mehr, als ich erzählen könnte!

Erzählen kann ich vielleicht besser von meinem Sprachkurs. Inzwischen machen wir zwar noch wie vor viele Sprachübungen. Es ist wirklich schwierig, wenn man nach Diktat die einzelnen Betonungen erkennen muss und man ist erstaunt, wie viele Fehler man doch macht und wie wichtig das ganze doch ist. Zum Glück konzentrieren wir uns nun doch auch vermehrt auf kleinere Alltagsdialoge: wie stelle ich mich vor, wie frage ich jemandem nach seinem Namen und solche Sachen. Da die Klasse inzwischen auch drei Worte Chinesisch spricht, fällt auch die Kommunikation mit der Lehrerin, deren Englisch doch dürfig ist, etwas leichter. Man kann zumindest erahnen, was sie von einem möchte :-).
Und auch im Alltag merkt man schon erste Fortschritte: ich kann inzwischen Nudeln und Reis bestellen, sagen, wie viel ich wovon möchte, mich bedanken, verabschieden, die Preise verstehen, ... Und ganz wichtig: die Baozi (chinesische Hefeklöße mit Füllung, ähnlich wie Dampfnudeln) und die Jaozi (Teigtaschen ähnlich wie Ravioli oder Maultaschen) mit Fleischfüllung bestellen, da die deutlich besser schmeckt als die Füllung mit Gemüse oder roten Bohnen!
Zwar tue ich mir immer noch schwer mit dem Lernen der Zeichen, aber auch hier habe ich schon Erfolgserlebnisse: gestern in der U-Bahn konnte ich bei einigen Stationen ein paar Silben lesen und z.B. auch schon das Zeichen für Tür erkennen. Am Tempel konnte ich auf dem Schild mit den Eintrittspreisen schon erkennen, was der Preis mit Studentenermäßgigung ist. Es sind zwar alles nur Kleinigkeiten, die zeigen einem aber doch, dass man schon erste Fortschritte ermacht.

Jetzt aber genug erzählt, ihr seid sicher schon gespannt auf die Bilder:





Hier sind uns unsere Jaozi frisch zubereitet worden:


















Hier besser nicht so genau hinschaun: es werden ganze Vögel, Frösche, etc. angeboten...







Und Holgers Favorit:

1 Kommentar:

  1. Ni hao,
    und ich dachte immer ein Lamborghini wäre was für Holger :-))

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